Neue Stadtaktion in Nördlingen

220 Schweine wurden am Freitag, 23.04.2010 als Rohlinge in Nördlingen angeliefert

 

Nördlingen hat Schwein!

Am Abend der heiligen drei Könige geht die Frau des Lodenwebers Hans Dauser spät abends noch einmal aus dem Haus. Ihr Mann hat sie geschickt, einen Krug Bier zu besorgen. Am Löpsinger Tor sieht sie eine offensichtlich entlaufene Sau, die ihr Hinterteil genüsslich an dem schweren Holztor reibt. Die gute Frau traut ihren Augen nicht - das Tor, das längst verschlossen sein müsste, bewegt sich! Es scheint nur angeleht. Hier stimmt etwas nicht! Frau Dauser scheucht zunächst die Sau mit dem Ausruf "So G'sell, so!" vom Tor weg und rennt so schnell ihre Füße sie tragen, wieder nach Hause und erzählt die Sache ihrem Mann. Der schlägt Alarm, der Bürgermeister lässt Sturm läuten. In aller Eile wird das Tor gesichert. Der Wächter des Löpsinger Tores wird noch in der gleichen Nacht verhaftet. Unter der Folter gesteht er, Geld vom Oettinger Grafen Hans angenommen zu haben, damit er das Tor nur angelehnt lässt. Gegen Morgen wollte der Fürst mit einer bewaffneten Schar die Stadt einnehmen. Doch nun stehen sie vor verschlossenen Türen. Das Schwein konnte Nördlingen davor bewahren, eingenommen zu werden.

An die Legende angelehnt, werden diesen Sommer bislang 220 Schweine (Tendenz steigend), bunt und individuell bemalt in der Nördlinger Innenstadt zu bewundern sein. Die ersten werden Anfang Juni schon der gespannten Öffentlichkeit präsentiert.

Schweine in Nördlingen Schweine in Nördlingen Schweine in Nördlingen

Ein toller Anblick: 220 Schweine in strahlendem Weiss, aufgereiht am Daniel in der Innenstadt Nördlingens. Nicht nur die Kinder hatten Ihre Freude an den Schweinen und dem schönen Wetter.

bemalte Schweine für Kirchner, Farben Groß- und Einzelhandel

Die ersten bunt bemalten Schweine wurden von Ihrem neuen Besitzer Herrn Kirchner, Farben Groß- und Einzelhandel, in Empfang genommen.

Nördlingen liegt im Nördlinger Ries, dem Einschlagskrater eines Meteoriten, der vor 15 Millionen Jahren in die Alb eingeschlagen ist. Der Krater hat einen Durchmesser von 23–25 Kilometer; sein Rand ist ringsum als Hügelkette sichtbar.

Schon von Weitem sieht man das Wahrzeichen der Stadt, den 90 Meter hohen „Daniel“, wie der Glockenturm der spätgotischen Hallenkirche St. Georg genannt wird. Von diesem Turm erschallt übrigens täglich fünfmal der Türmer-Ruf „So, G'sell, so“, was soviel wie „Spitzbube“ bedeutet (Legende).

Nördlingen wird von einer Stadtmauer mit 5 Toren, 16 Türmen und 2 Bastionen umgeben. Sogar der Wehrgang ist noch vollständig erhalten und kann begangen werden. Die Mauer stammt aus dem 14. Jahrhundert, wurde dann im 16. Und 17. Jahrhundert verstärkt und ausgebaut.

Nördlingen

Pressebericht in der Rieser Nachrichten

Glücksschweine vor St. Georg

Bildergalerie: Ankunft in Nördlingen

Nördlingen läßt die Sau raus, Augsburger Allgemeine

Eine Stadt im Glück, Heidi Kaellner

220 Schwein bevölkern meine Stadt, Hallo Hund

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